Das Modell der Wohngemeinschaft wird mittlerweile immer häufiger zum Start in ein eigenständiges Leben. Studenten richten sich ihr eigenes Zimmer fern von den Eltern ein, um dort zu lernen und zu leben. Andere Menschen wohnen nur gerne in Gemeinschaft und genießen den Kontakt zu ihren Mitbewohnern. Natürlich ist es nicht immer leicht, mit mehreren Personen zusammen zu wohnen, besonders, wenn man sie gerade erst kennen lernt. Doch ein Putzplan und die richtige Kommunikation können das gemeinsame Leben auch stressfrei gestalten. Um eine Wohngemeinschaft zu finden, ist ein erster Anlaufpunkt häufig das Internet. Eine Anzeige im Online-Portal mit dem Hinweis "WG gesucht" ist oft ein Schritt zu den passenden Kontakten. Ob der Suchende selbst die Anzeigen der Wohnungsanbieter durchgeht oder selbst ein Gesuch aufgibt; wichtig sind einige Regeln, die für einen erfolgreichen Mietvertragsabschluss notwendig sind.
Ist im Portal ein attraktives Angebot gefunden worden, bei dem die Lage stimmt, die Anzahl der Mitbewohner, die Zimmergröße und der Preis, sollte dennoch nicht voreilig gehandelt werden. In jedem Fall sollte die Wohnung vor dem Einzug besichtigt werden; die meisten Portale raten ebenfalls davon ab, einen Vertrag aus der Ferne zu unterschreiben. Schließlich kann es auch schwarze Schafe unter den Anbietern geben, und am Ende steht der Suchende ohne Zimmerschlüssel, aber um einige hundert Euro erleichtert da. Auf jeden Fall sollten vor einem Abschluss auch die potentiellen Mitbewohner kennen gelernt werden. Es kann vorkommen, dass diese von sich aus eine Art Casting veranstalten, um den passenden Typ für ihre Wohnung zu finden. Dann gilt es locker zu bleiben, nicht zu übertreiben und am besten die eigene Persönlichkeit vorzustellen.
Selbstverständlich können Wohngemeinschaften nicht nur im Internet gefunden werden, auch in den meisten Tageszeitungen gibt es entsprechende Anzeigen. Doch egal, woher das Angebot kommt, wichtig ist es, auch darauf zu achten, welcher Typ von Wohnung gesucht wird. Manche Menschen wollen lediglich eine Zweckgemeinschaft, um Kosten zu sparen. Andere Menschen sind kommunikativer und möchten den ein oder anderen Abend mit ihren Mitbewohnern, beispielsweise beim Kochen verbringen. Bei Studenten-WGs kann es vorkommen, dass die Bewohner hauptsächlich aufs Feiern aus sind; dann sollte man nicht kneifen und auch einmal mitmachen. Ist der Mietvertrag schließlich unterschrieben, kann dem Einzug nichts mehr im Wege stehen.